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Freiwalde

Die Gemeinde Freiwalde stellt sich vor

Freiwalde (niedersorbisch Briwald) ist einer von drei Ortsteilen der Gemeinde Bersteland im Landkreis Dahme-Spreewald und wird vom Amt Unterspreewald verwaltet. Die Gemarkung Freiwalde liegt im Zentrum des Baruther Urstromtales zwischen dem Kabel und Kaulschen Graben. Durch die Gemarkung fließt die Berste, die aus dem Luckauer Gebiet kommend vorbei an Reichwalde in Lübben in die Spree mündet.

 

Die Besiedlungsgeschichte geht auf die Bronzezeit zurück. Dies ergaben Untersuchungen der Bodendenkmalpflege im 1991 zu errichtende Gewerbegebiet – heute gelten 20 Hektar als Bodendenkmal für Freiwalde.

 

Die Region war von germanischen Semonen besiedelt, die sich ab dem 3. Jahrhundert der großen Völkerwanderung anschlossen. Im 6. und 7. Jahrhundert zogen sorbisch-wendische Siedler in die Gemarkung, die ein genügsames, bäuerliches Handwerk betrieben. Die Freiwalder Flurnamen deuten auf eine Wendische Besiedlung hin. Die erste geschichtliche Erwähnung geht aus einer Luckauer Urkunde vom 20.02.1345 hervor. Hier wird Freiwalde in einem Streit um die Holzungen in den umliegenden Wäldern der umliegenden Gemeinden erwähnt. Freiwalde gehörte damals zu Sachsen. Ab 1518 gehörten die Dörfer Freiwalde, Schönwalde und Reichwalde dem Magistrat von Luckau. Erst am 8.11.1814 ging die Regierungsgewalt, durch den Wiener Friedensvertrag, an Preußen.

 

Freiwalde war über Jahrhunderte geprägt von Ackerbau und Viehzucht und galt als typisches Bauerndorf. Die meisten Grundstücke sind von kleinbäuerlicher Hofstruktur geprägt, d.h. neben dem Wohngebäude befinden sich ehemaligen Stallungen für individuelle Tierhaltung, die heute meist für andere Zwecke umfunktioniert sind. Scheunen befinden sich meist am hinteren Ende des Grundstückes.

 

Interessant ist die Hufeisenform des Ortskerns mit der Öffnung nach Osten. Diese vollzog sich durch die Straßenführung. Abweichend hiervon ist ab 1870 eine Ortserweiterung entlang der Straße „Am Sandberg“ entstanden.

 

Die typische wendische Bauweise ist der Fachwerkhaustyp mit Futtergalerie, die noch heute in der Hauptstraße 13 zu sehen ist.

 

Das Fachwerkhaus (Am Sandberg 37), die heutige Freiwalder Bauerstube , soll eine 500 jährige Geschichte aufweisen und ist somit das älteste Haus der Ortschaft in seiner Originalität.

 

Mit Beschluss Gemeindevertretung im Januar 1991 entstand auf dem ehemaligen Acker der hiesigen LPG das jetzige Gewerbegebiet. Die Grundsteinlegung erfolgte am 31.01.1992. Bereits am 28.11.1992 fand die feierliche Einweihung und Freigabe des Gewerbeparkes (Erschließung, Infrastruktur) statt. Erster Investor war die Firma Gerlach Schweißtechnik GmbH. 

 

Mit der Entwicklung des Gewerbegebietes veränderte sich im Zuge der Dorferneuerung immer mehr das Gesicht des Dorfes. Straßen, Gehwege, Hofeinfahrten und Plätze wurden neu gestaltet. Es wurde eine moderne Straßenbeleuchtung errichtet und viel Grün gepflanzt. Neue moderne Wohngebiete Am Lindenstieg sowie Neue Wiesen entstanden und veränderten das Gesicht des ehemaligen Bauerndorfes.

 

1878 erbaute das Dorf ein gemeinnütziges Haus für Unterrichts- und Wohnzwecke, heute Hauptstraße 17. Unterrichtet wurde Jahrgangsübergreifend in einem Klassenzimmer. 1951 wurde vom Kreisschulamt beschlossen die Freiwalder Schule mit der Grundschule Schönwalde zu zentralisieren.

 

Die Kirchengemeinde war dem Kirchenkreis Luckau angegliedert und gehörte zum Pfarrsprengel Casel. Freiwalde hatte bis 1871 keine Kirche.

 

Im Frühjahr 1870 begann der Kirchenbau im neugotischen Stil mit den traditionellen roten Mauerziegeln als bestimmendes Gestaltungselement im Ortskern von Freiwalde.

 

Während des Baus der Kirche schlug am 17.07.1870 an einem Sonntagmittag der Blitz, in Abwesenheit vieler Einwohner, welche beim Gottesdienst in Casel weilten, im Stall eines Bauergutsbesitzers ein. In dessen Folge brannten 6 Gehöfte ab. Daraufhin wurden die Arbeiten an der Kirche unterbrochen und die Betroffenen beim Aufbau der abgebrannten Gehöfte unterstützt.

 

Die Kirche wurde im Jahr 1871 fertiggestellt und am 27.09.1871 feierlich geweiht.

 

Die Friedenseiche vor der Kirche wurde 1871 nach dem Deutsch- Französischen Krieg 1870/71 zur Erinnerung an das Versailler Friedensabkommen gepflanzt.

 

Im Februar 1925 wurde durch die Einwohner eine Freiwillige Dorffeuerwehr ins Leben gerufen. Begründet wurde die örtliche Initiative für eine organisierte Wehr mit dem schrecklich wütenden Brand am 6. Januar 1925 auf dem Gehöft der heutigen Hauptstraße 15. Nach dem Brand wurden im März 1925 Saug- und Druckspitze gekauft, so dass der handgezogene bzw. pferdebespannte Spritzen und Wasserwagen wurde ersetzt wurde. Für die neue Spritzentechnik mussten 3 Tiefbrunnen eingerichtet werden. Am Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr von Freiwalde erklärten sich32 Männer bereit als Mitglieder aktiv zu sein. Heute hat die Feuerwehr Freiwalde ca. 22 Frauen und Männer im Einsatzdienst. Neben dem örtlichen Brandschutz und Hilfeleistungen, gehört das Gewerbegebiet Freiwalde die Orts-, Landes-und Bundesstraße sowie die Autobahn 13 zu den vielfältigen Einsatzorten. Daneben wird die Feuerwehr auch bei Wald und Flächenbränden in der Umgebung schnell aktiv. Seit 2018 steht den Kameraden ein modernes Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HFL20) zur Verfügung. Neben dem aktiven Dienst gibt es für den Nachwuchs eine Kiddie und eine Jugendfeuerwehr in Freiwalde.

 

1952 stellte die Gemeinde der Jugend deinen Platz am Sandberg zur Errichtung eines Sportplatzes zur Verfügung. 1995 erfolgt eine Neugestaltung der Anlage. Ergänzt wurde der Sportplatz um die Neuanlage des Spielplatzes. Im August 1995 wurde der neue Sportplatz, der hauptsächlich für den Freizeitsport genutzt wird, mit einem 3 tägigen Dorffest zum 650 jährigen Bestehen von Freiwalde eingeweiht. Am 4. Mai 2009 hat sich der Sport- und Freizeitverein Freiwalde gegründet. Der Familienverein für Freizeitsport hat in den vergangenen Jahren dem Sportplatz neues Leben eingehaucht. In vielen, ehrenamtlichen Stunden entstand ein neuer Fußballrasen, ein Beachvolleyplatz, ein Tischtennisplatz u.v.m. Regelmäßig spielen Alt und Jung gemeinsam auf dem Sportplatz Fußball oder Volleyball. Einmal im Jahr freut sich das ganze Dorf auf das traditionelle Sportfest für Alt und Jung.


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